Feb 032012
 

Es wird Zeit!

Auf die aktuellen Entwicklungen im Web 2.0 kann nur mit Privacy 3.0 reagiert werden.

Es bleibt dabei: da wir praktizierende „Skipits“ und überzeugte „Nobuddies“ sind, werden wir auch in Zukunft den sozialen Netzwerken fern bleiben (siehe Von Mediacs und Nobuddies: 6 Typen sozialer Netzwerker).

Stattdessen ist nun das nebelraum-Blog-Netzwerk entstanden, auf dem wir uns und unseren Freunden eine Plattform bieten, sich euch zu netblößen…
Es darf die berechtigte Frage gestellt werden: wo bitte schön ist da der Unterschied? Und wer ist eigentlich „wir“, wer seid „ihr“ und hat der sich vertippt als er „netblößt“ geschrieben hat? Und warum erst wir und dann er?
Mehr zu dem Thema unter: Flitzpiepe, wir müssen gar nichts!
Auf den Punkt gebracht: wenigstens kann dieser ganze Kram hier irgendwann gelöscht werden, da es eigene Daten auf einem eigenen Server sind. Bei Fressebuch wird nie irgendwas gelöscht!

Seit Paul Watzlawick wissen wir, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Was das jedoch heute im digitalen Netz bedeutet wird beim Kontrollausschluss klar. Oder auch nicht. Wahrscheinlich ist das Thema einfach zu abstrakt. Irgendwie ist dieses Zwischennetz seltsam…

Das kommt auf uns zu bzw. ist schon längst gängige Praxis:

One policy, one Google experience
[…] Our new policy reflects a single product experience that does what you need, when you want it to. 😀 […] based on the interests you’ve expressed in Google+, Gmail, and YouTube. […] By remembering the contact information of the people you want to share with […]

Quelle: http://www.google.com/policies/privacy/preview/

Was zusammengefasst bedeutet: je mehr Du von Dir preis gibst, desto mehr versucht Google zu verstehen, was Du willst. Und je mehr Google von Dir weiss, desto enger wird die Filterblase, die Dich umgibt.

Es geht hier also um folgendes: Die Sensibilisierung im Umgang mit persönlichen Daten.

Schau doch bitte mal folgenden Film zum Thema Filterblase an:

Im Internet gibt es alles! Einer der Sprüche der späten 90er. Aber glaubst Du wirklich noch, dass Du im Internet alles finden kannst? Das wäre naiv! Ein Selbstversuch, den die meisten ganz einfach durchführen können: Gib ein und die selbe Suche an deinem Privat-Computer und dann nochmal an Deinem Arbeitsplatz-Rechner ein… sind die Ergebnisse identisch? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht!

Das Problem: Woher wollen Google & Co. wissen, dass das was da als Dein digitales Ich aufgezeichnet wird, auch wirklich Du bist?

Ich habe z.B. mal bei Amazon aus Jux eine „James Last“-CD bestellt, nicht für mich und eben überhaupt nicht ernst gemeint… seit dem werde ich mit den gurseligsten „Das könnte Sie interessieren…“-Artikeln genervt; Ironie oder auch Sarkasmus sind schwer in Algorithmen zu gießen.

Was passiert nun, wenn man vom Web2.0 missverstanden wird? Wenn die Interpretation der Aktivitäten nicht in dem resultiert, was dem realen Ich entspricht und das digitale Ich auf einmal ein „James Last“-Hörer ist?

Sie vertrauen mir, diese Idioten.“ – Mark Zuckerberg, Facebook Gründer

Wenn Sie etwas machen, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendwer erfährt – dann sollten Sie es vielleicht gar nicht erst tun.“ – Eric Schmidt, CEO Google

Privatsphäre ist eine Illusion.“ – Larry Ellison, Chef von Oracle

Du hast sowieso keine Privatsphäre, vergiss es einfach.“ – Scott Mc Nealy, Ehemaliger Chef von Sun Microsystems

Dies ist ein Plädoyer für einen bewussten Umgang mit persönlichen Daten im Zeitalter von Facebook, Google und Co.

Bitte lade Dir das folgende PDF herunter: Privacy3.0 und ändere Dein digitales Leben!
Der Autor dieses Dokuments ist selbstverständlich unbekannt.

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